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Samstag, 16. Februar 2019

Datenbanken - Fachinformation - Literaturrecherchen - Version 2.0

2013 hatte ich schon einmal eine Übersicht über relevante Datenbanken für Chemiker und Naturwissenchschaftler geliefert. Es ist Zeit für ein Update dieses Posts, da sich inzwischen so einiges geändert hat. Nachfolgend also die aktualisierte Übersicht zu den aus meiner Sicht wichtigsten Datenbanquellen in den Naturwissenschaften. Diese Zusammenstellung ist persönlich gefärbt, desahlb bitte nicht sauer sein, wenn Ihre Lieblingsdatenbank fehlen sollte. 

Das Datenbank-Infosystem der Universitätsbibliothek Freiberg (DBIS) gibt einen sehr schönen Überblick über die verfügbaren online-Datenbanken an unserer Universität.


Hinweis für Leser von anderen Einrichtungen: Zu kostenpflichtigen Datenbanken erhalten Sie natürlich nur Zugang, wenn ihre Organisation (Firma, Universität oder Forschungseinrichtung) entsprechende Lizenzen erworben hat.


1. Wissenschaftliche Suchmaschinen


Google Scholar
Hier kann man gezielt nach wissenschaftlicher Literatur suchen. Dazu gehören Bücher, Zeitschriftenaufsätze und Patente.


BASE - Bielefeld Academic Search Engine
Das ist eine Suchmaschine für wissenschaftliche Dokumente. Aufgrund der Auswahl der Quellen enthält BASE fachlich qualifizierte Informationen in Verbindung mit umfangreichen und hochwertigen Metadaten und unterscheidet sich dadurch von kommerziellen Suchmaschinen (Quelle: Wikipedia).


ScienceResearch
Diese Datenbank verspricht "qualitativ hochwertige Ergebnisse durch Suche mittels fortschrittlicher "federated search technology" in anderen etablierten Suchmaschinen. Die in Realzeit erhaltenen Ergebnisse werden gesammelt, gewertet und Duplikate entfernt." (Quelle: About ScienceResearch.com) Ich habe bisher keine Erfahrungen gesammelt, ob diese spezielle Suchmaschine wirklich einen Erkenntnisfortschritt gegenüber "gewöhnlichen" Suchmaschinen bringt. Das probieren Sie am besten selbst aus!


Worldwidescience
Hier handelt es sich um ein Wissenschaftsportal welches vom Office of Scientific and Technical Information (OSTI) des US-Energieministeriums (DOE) betrieben wird. 




2. Datenbanken


Annual Reviews
  • Fachübergreifende Datenbank
  • Literaturangaben und Abstracts aus Naturwissenschaften, Medizin, Psychologie und Soziologie
  • Die Recherche ist kostenfrei, der Abruf der Volltexte ist kostenpflichtig!

BIOSIS - Biological Abstracts
  • Schwerpunkt der Datenbank ist Biologie und angrenzende Disziplinen (Biochemie, Biophysik, Genetik, Mikrobiologie, Ökologie, Pharmakologie, Paläontologie, medizinische Grundlagenwissenschaften)
  • es werden ca.  6000 internationale Zeitschriften ausgewertet 

ChemSpider
Ist eine frei verfügbare Datenbank chemischer Verbindungen. Sie wird von der Royal Society of Chemistry unterhalten. Das Ziel ist ein umfassender Zugang zu frei zugänglichen chemischen Informationen. Neben der Textsuche bietet ChemSpider eine Struktur- und Substruktursuche mit gezeichneten Strukturformeln an. ChemSpider legt großen Wert auf überprüfte Informationen.


INSPEC (Information Services in Physics, Electronics and Computing)
  • Inhalt der Datenbank entspricht den gedruckten Referateorganen "Physics Abstracts", "Electrical and Electronics Abstracts" und "Computer and Control Abstracts".
  • Damit liegt der Schwerpunkt der Datenbank in der Physik und allen angrenzenden Gebieten (Elektrotechnik, Elektronik, Computertechnik, Regelungstechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Fertigungstechnik und Produktion, Werkstoffwissenschaften, Kerntechnik, Geophysik, Ozeanographie, Biophysik, Biomedizinische Technik)
  • es werden ca. 3850 Fachzeitschriften, ca. 2200 Konferenzserien sowie Bücher, Reports und Dissertationen ausgewertet 
  • Der Zugang ist im Campusnetz über ProQuest möglich. 
  • Die Suche über "Subject Terms" oder "Classification Codes" erlaubt eine verfeinerte Suchstrategie.


Perinorm
Perinorm enthält Normen (z.B. ANSI, DIN, ISO) aus 23 Ländern, technische Regeln, deutsche Rechtsvorschriften mit technischen Bezug, geltende EU-Richtlinien und VDI-Richtlinien. Der Volltextzugriff auf Normen ist nur bei entsprechender Lizenz verfügbar!



PubMed (Public Medline)

  • PubMed enthält die Datenbank MEDLINE
  • In der Datenbank sind Informationen aus der Medizin und angrenzenden Bereichen enthalten.
  • Für die Datenbank werden mehr als 5.600 biomedizinische Zeitschriften ausgewertet.
 
Reaxys

Das ist eine Datenbank für Verbindungen und dazu gehörende Stoffdaten, Synthesen und bibliografische Angaben.Sie enthält Informationen über organische, anorganische und metallorganische Verbindungen,   ausserdem Patente (WO, EP, US) aus Life Sciences und organischer Chemie. Zu jeder Substanz können chemische Informationen, physikalische Eigenschaften, sowie pharmakologische, toxikologische und ökologische Daten abgerufen werden.
Reaxys kombiniert und ersetzt die folgenden 3 Datenbanken:
  • CrossFire Beilstein (beinhaltet die Druckausgabe von K. F. Beilsteins "Handbuch der organischen Chemie" )
  • CrossFire Gmelin (beinhaltet die Daten des gedruckten Gmelin "Handbuch der anorganischen Chemie")
  • Patent Chemistry Database

Scifinder
Scifinder bietet Zugang zur weltweit größten Sammlung chemischer Informationen. Daneben werden auch angrenzende Gebiete wie Verfahrenstechnik, Werkstoffwissenschaften und Biotechnologie erfasst.
Scifinder beinhaltet folgende Datenbanken:

  •     CAPLUS (Chemical Abstracts) und REGISTRY (Substanzen)
  •     CASREACT (Reaktionsdatenbank)
  •     CHEMCATS (Chemikalienkataloge)
  •     CHEMLIST (regulatorische Daten)
  •     Medline


ScienceDirect
  • enthält elektronische Zeitschriften und eBooks des Verlags Elsevier
  • fachübergreifende Datenbank mit Beiträgen aus Keramik, Glas- und Baustofftechnik,
    Medizin, Naturwissenschaft allgemein, Werkstoffwissenschaft / Werkstofftechnologie,
    Wirtschaftswissenschaften
  • Hinweis für Suchende: Sie bewegen sich hier nur im Universum des Verlages Elsevier. Für eine umfassende Recherche sollten sie unbedingt auch andere Datenbanken hinzuziehen!

SCOPUS 
Scopus ist laut Datenbankbetreibern, die weltweit größte Sammlung an Abstracts, Quellenverweisen und Stichwortverzeichnissen im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften, Medizin (STM), Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Datenbank bietet eine Verlinkung zu Volltext-Artikeln und anderen bibliografischen Quellen.

    Springer Link
    Das ist eine umfangreiche Sammlung von Monografien, Handbüchern und Enzyklopädien und Zeitschriftenartikeln des Springer Verlags



    Web of Science
    Ist eine fachübergreifende Datenbank mit einem breiten Fächerspektrum von Kunst-, Geistes-, Sozialwissenschaften, Medizin, Naturwissenschaften und Technik. Diese Datenbank haben wir nicht in unserer Universitätsbibliothek lizensiert.


    3. Patente

    Patente zur Chemie sind grundsätzlich auch in Scifinder enthalten und können zu jedem beliebigen Suchbegriff über "Refine / Document Type / Patent" identifizeirt werden.
    Nachfolgend sind einige kostenlose Patentdatenbanken aufgeführt. 


    4. Nachschlagewerke


    CRC Handbook of Chemistry and Physics
    • inhouse-Datenbank auf CD-Rom    
    • entspricht der gedruckten, jährlich erscheinenden Ausgabe des Handbook of Chemistry and Physics der Chemical Rubber Company CRC
    • Fachgebiete:  Chemie und Physik

    Römpp Online (Römpp-Lexikon Online)
    • RÖMPP Online ist die umfangreichste Enzyklopädie zur Chemie und den angrenzenden Wissenschaften in deutscher Sprache
    • das Nachschlagewerk bietet 60.000 Stichwörter aus fünf verschiedenen Römpp-Lexika zu den Fachgebieten Biotechnologie und Gentechnik, Chemie, Lebensmittelchemie, Naturstoffe, Umwelt- und Verfahrenstechnologie 

    Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie
    Dieses Werk ist in der neuesten englischsprachigen Version innerhalb des Campusnetzes zugänglich. Unbedingt empfehlenswert, um sich in ein Thema einzulesen, sind die älteren deutschsprachigen Ausgaben. Diese stehen als Hardcopy in der Bibliothek. Hingehen, lesen!


    5. Kataloge


    SWB
    Der Online-Katalog des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) weist die Medienbestände von mehr als 1.200 Bibliotheken aus den Regionen Baden-Württemberg, Saarland und Sachsen sowie aus weiteren Spezialbibliotheken aus anderen Bundesländern nach.


    KVK
    Der Karlsruher virtuelle Katalog ist ein Meta-Katalog zum Nachweis von mehr als 500 Millionen Medien in Katalogen weltweit.


    6. Stoffdaten

    Einige der oben aufgeführten Datenbanken enthalten auch Stoffdaten, z.B. Reaxys oder Scifinder. Es gibt jedoch auch Datenbanken, die ganz gezielt spezielle Stoffdaten bereit halten. Dafür einige Beispiele:


    SDBS
    Die SDBS enthält spektroskopische Daten organischer Verbindungen. Nutzer können nach 1H-, 13C-NMR-, IR-, Raman- und Massenspektren suchen. Die Datenbank ist kostenfrei. Sie wird vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology bereitsgestellt. Das ist eine japanische Regierungsbehörde.


    NIST - National Institute of Standards and Technology
    Die US-amerikanische Regierungsbehörde sammelt Stoffdaten und stellt diese zur Verfügung. Die Daten sind geprüft und  voll zitierfähig. Die Webseite ist etwas spartanisch programmiert. Der Zugang zu den Stoffdaten erfolgt über die Webseite http://webbook.nist.gov/chemistry/.



    SPECINFO
    enthält spektroskopische Daten organischer Verbindungen. Die Datenbank kann über eine Webseite bei Wiley-VCH aufgerufen werden. Wir haben leider keinen Zugang zu dieser Datenbank und nutzen sie daher nicht mehr. Der Schwerpunkt der Datenbank liegt bei 13C-NMR-Spektren (fast 100000 Spektren), daneben sind auch IR-, Massenspektren und Heterokern-NMR-Spektren (15N-, 17O-, 19F-, 31P-NMR ) enthalten.



    ICSD (Inorganic Crystal Structure Database)
    enthält Kristallstrukturdaten von rein anorganischen Verbindungen, also alle Verbindungen ohne C-H-Bindungen!


      CSD (Cambridge Structural Database)

      enthält Kristallstrukturdaten von organischen und metallorganischen Verbindungen, also alle Verbindungen mit C-H-Bindungen! Sie wird als inhouse-Datenbank vom Cambridge Crystallographic Data Centre vertrieben. Also fragen Sie bei Ihrer Unversität oder Ihrem Arbeitgeber nach, ob eine Lizenz existiert.


      PDB (Protein Data Bank)
      Diese enthält Kristallstrukturen von Proteinen und biologischen Makromolekülen.


      Abbildungen in diesem Post: Leonhardt Thurneysser zum Thurn "Theosophie und Alchemie", 1574. Bereitgestellt von Deutsche Fotothek, abrufbar bei Wikimedia Commons.




      Noch offen:
      • ProQuest Materials Science Collection
      • Science of Synthesis füher Houben-Weyl
      • Landolt-Börnstein unter Springer Materials
      • STNEasy (Patente) 
      • ViFaBi
      • PubChem

      Sonntag, 30. März 2014

      Information Literacy - Part 6

      Deep Web und die Folgen


      "Eine „normale“ Suchmaschine wie Google erfasst nur einen kleinen Teil der Inhalte des World Wide Web. Dieser wird auch als Visible Web (sichtbares Internet ) oder Surface Web bezeichnet. Der viel größere Teil, das Deep Web oder Invisible Web (unsichtbares Internet) besteht aus Inhalten mit Zugangsbeschränkungen und Daten, die aus technischen oder lizenzrechtlichen Gründen nicht indexiert werden können (siehe: C. Shermann, G. Price: "The Invisible Web: Uncovering Sources Search Engines Can’t See", Library Trends 2003, 52, 282–298). Vermutlich ist die im Deep Web verborgene Menge an Information 400 bis 500mal so groß ist, wie das sichtbare Internet. (M. K. Bergman: "White Paper: The Deep Web: Surfacing Hidden Value", The Journal of electronic Publishing Vol. 7, 2001)." 
      (entnommen aus:  Uwe Böhme, Silke Tesch: "Die unendliche Bibliothek", Nachrichten aus der Chemie, 61, 2013, 1230-1233. Dort finden Sie noch mehr zu diesem Thema.)


      Weitere Links:


      Wandbild von Michael Fischer-Art an der Fassade der Universitätsbibliothek Freiberg.

      Montag, 14. Januar 2013

      Databases and Scholarly Literature

      Datenbanken - Fachinformation - Literaturrecherchen

      Die Informationslandschaft wird immer unübersichtlicher. Bestehende und lange bekannte Datenbanken werden aufgekauft und in neue Benutzerobeflächen integriert. Zum Beispiel heissen die Klassiker "Gmelin" und "Beilstein" erst "Crossfire Gmelin", "Grossfire Beilstein" und im nächsten Jahr dann plötzlich "Reaxys". Neue Datendanken mit gigantischem Informationsinhalt entstehen prlötzlich wie aus dem Nichts. Die großen Wissenschaftsverlage haben ihre Datenbestände nunmehr weitgehend digitalisisiert und mischen mit im Geschäft der Informationsanbieter. Kurz und gut es wird immer schwieriger als Chemiker oder Naturwissenschaftler hierbei den Überblick zu behalten.
      Nachfolgend deshalb eine kleine Hilfstellung zu den aus meiner Sicht wichtigsten Datenbanken in den Naturwissenschaften. Diese Zusammenstellung ist persönlich gefärbt, desahlb bitte nicht sauer sein, wenn Ihre Lieblingsdatenbank fehlen sollte. 

      Die meisten Angaben der nachfolgenden Übersicht sind vom Datenbank-Infosystem der Universitätsbibliothek Regensburg (DBIS) übernommen.

      1. Wissenschaftliche Suchmaschinen

      Google Scholar
      Hier kann man gezielt nach wissenschaftlicher Literatur suchen. Dazu gehören Bücher, Zeitschriftenaufsätze und Patente.

      Scirus - For Scientific Information Only Search Engine for Science
      • Diese wissenschaftsspezifische Suchmaschine wertet wissenschaftsspezifische Internetseiten von folgenden Domains aus: edu, org, ac.uk, com, gov.
      • Daten aus verschiedenen frei zugänglichen Datenbanken sind integriert, z.B. PubMed, Science Direct, ARXiv.org, technische Reports der NASA
      • mehr als 2 Millionen Dissertationen aus dem Networked Digital Library of Theses and Dissertations (NDLTD) sind suchbar
      •  

      2. Datenbanken


      Annual Reviews
      • Fachübergreifende Datenbank
      • Literaturangaben und Abstracts aus Naturwissenschaften, Medizin, Psychologie und Soziologie
      • Die Recherche ist kostenfrei, der Abruf der Volltexte ist kostenpflichtig!

      BIOSIS - Biological Abstracts
      • Schwerpunkt der Datenbank ist Biologie und angrenzende Disziplinen (Biochemie, Biophysik, Genetik, Mikrobiologie, Ökologie, Pharmakologie, Paläontologie, medizinische Grundlagenwissenschaften)
      • es werden ca.  6000 internationale Zeitschriften ausgewertet 

      INSPEC (Information Services in Physics, Electronics and Computing)
      • Inhalt der Datenbank entspricht den gedruckten Referateorganen "Physics Abstracts", "Electrical and Electronics Abstracts" und "Computer and Control Abstracts".
      • Damit liegt der Schwerpunkt der Datenbank in der Physik und allen angrenzenden Gebieten (Elektrotechnik, Elektronik, Computertechnik, Regelungstechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Fertigungstechnik und Produktion, Werkstoffwissenschaften, Kerntechnik, Geophysik, Ozeanographie, Biophysik, Biomedizinische Technik)
      • es werden ca. 3850 Fachzeitschriften, ca. 2200 Konferenzserien sowie Bücher, Reports und Dissertationen ausgewertet

      Knovel Library
      • Knovel Library beinhaltet E-Books verschiedener Verlage (u.a. Wiley, Elsevier, Springer, McGraw-Hill)
      • enthält über 1.500 englischsprachige Handbücher und Datenbanken aus Naturwissenschaft und Technik
      Perinorm
      • Perinorm enthält Normen (z.B. ANSI, DIN, ISO) aus 23 Ländern, technische Regeln, deutsche Rechtsvorschriften mit technischen Bezug, geltende EU-Richtlinien und VDI-Richtlinien. 
      • Der Volltextzugriff auf Normen ist nur bei entsprechender Lizenz verfügbar!

        PubMed (Public Medline)

        • PubMed enthält die Datenbank MEDLINE
        • In der Datenbank sind Informationen aus der Medizin und angrenzenden Bereichen enthalten.
        • Für die Datenbank werden mehr als 5.200 biomedizinische Zeitschriften ausgewertet.
        Alternativ kann man auch die Datenbank GoPubMed verwenden. Diese nutzt den Datenbestand von PubMed. In dieser Datenbank werden zum jeweiligen Suchbegriff bei der Trefferanzeige verwandte Begriffe angezeigt. Außerdem kann man sich den gesuchten Begriff innerhalb von Begriffs-Hierarchien anzeigen lassen und von dort aus die Suche  weiter verfeinern.
         
        Reaxys
        Reaxys kombiniert und ersetzt die folgenden 3 Datenbanken:
        • CrossFire Beilstein (beinhaltet die Druckausgabe von K. F. Beilsteins "Handbuch der organischen Chemie" )
        • CrossFire Gmelin (beinhaltet die Daten des gedruckten Gmelin "Handbuch der anorganischen Chemie")
        • Patent Chemistry Database
        Insgesamt beinhaltet das System derzeit ca. 29 Millionen Reaktionen und 18 Millionen Substanzen, zu der jährlich ca. 1 Million Reaktionen und Substanzen hinzukommen.
        • Informationen über organische, anorganische und metallorganische Verbindungen,   ausserdem Patente (WO, EP, US) aus Life Sciences und organischer Chemie
        • Zu jeder Substanz können chemische Informationen, physikalische Eigenschaften, sowie pharmakologische, toxikologische und ökologische Daten abgerufen werden

        Scifinder

        Beinhaltet folgende Datenbanken:

        •     CAPLUS (Chemical Abstracts) und REGISTRY (Substanzen)
        •     CASREACT (Reaktionsdatenbank)
        •     CHEMCATS (Chemikalienkataloge)
        •     CHEMLIST (regulatorische Daten)
        •     Medline

        Chemical Abstracts ist die weltweit größte Sammlung chemischer Informationen. Daneben werden auch angrenzende Gebiete wie Verfahrenstechnik, Werkstoffwissenschaften und Biotechnologie erfasst.
        Die Datenbank enthält mehr als 34 Mio. Nachweise  aus 10.000 Zeitschriften, Patentschriften, Konferenzbeiträgen, Büchern und Dissertationen sowie über 64 Mio. Substanzen und 63 Mio. Protein/Nukleotid-Sequenzen.

        SciVerse ScienceDirect (Elsevier ScienceDirect)
        • elektronische Zeitschriften und eBooks des Verlags Elsevier
        • fachübergreifende Datenbank mit Beiträgen aus Keramik, Glas- und Baustofftechnik,
          Medizin, Naturwissenschaft allgemein, Werkstoffwissenschaft / Werkstofftechnologie,
          Wirtschaftswissenschaften

        SciVerse SCOPUS (Scopus, ScienceDirect)
        • Scopus ist eine neuartige Datenbank, die  laut Datenbankbetreibern, die weltweit größte Sammlung an Abstracts, Quellenverweisen und Stichwortverzeichnissen im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften, Medizin (STM) und Geistes- und Sozialwissenschaften aufweist. 
        • Verlinkung zu Volltext-Artikeln und anderen bibliografischen Quellen
        Springer Link
        •  Volltexte von über 1.000 Zeitschriften des Springer-Verlages und von Kluwer, von der ersten Ausgabe bis 2002
        Springer eBooks: Chemistry and Materials Science (Springer eBook Collection)
        • umfangreiche Sammlung von Monografien, Handbüchern und Enzyklopädien des Springer Verlags
        • mit mehr als 600 Titeln aus den Jahren 2005 - 2008 gibt sie einen fachlich sehr guten Einblick in die aktuelle Forschung der Chemie und der Materialwissenschaft

        Web of Science (WoS, ISI Web of Knowledge)

        • fachübergreifende Datenbank mit einem breiten Fächerspektrum von Kunst-, Geistes-, Sozialwissenschaften, Medizin, Naturwissenschaften und Technik
        • ca. 9.200 wissenschaftliche Zeitschriften werden regelmäßig ausgewertet 

          3. Patente

          Patente zur Chemie sind grundsätzlich auch in Scifinder enthalten und können zu jedem beliebigen Suchbegriff über "Refine / Document Type / Patent" identifizeirt werden.
          Nachfolgend sind einige kostenlose Patentdatenbanken aufgeführt. 


          4. Nachschlagewerke

          CRC Handbook of Chemistry and Physics
          • inhouse-Datenbank auf CD-Rom    
          • entspricht der gedruckten, jährlich erscheinenden Ausgabe des Handbook of Chemistry and Physics der Chemical Rubber Company CRC
          • Fachgebiete:  Chemie und Physik
          Römpp Online (Römpp-Lexikon Online)
          • RÖMPP Online ist die umfangreichste Enzyklopädie zur Chemie und den angrenzenden Wissenschaften in deutscher Sprache
          • das Nachschlagewerk bietet 60.000 Stichwörter aus fünf verschiedenen Römpp-Lexika zu den Fachgebieten Biotechnologie und Gentechnik, Chemie, Lebensmittelchemie, Naturstoffe, Umwelt- und Verfahrenstechnologie 

             5. Kataloge

            SWB

            Der Online-Katalog des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) weist die Medienbestände von mehr als 1.200 Bibliotheken aus den Regionen Baden-Württemberg, Saarland und Sachsen sowie aus weiteren Spezialbibliotheken aus anderen Bundesländern nach.

            KVK
            Der Karlsruher virtuelle Katalog ist ein Meta-Katalog zum Nachweis von mehr als 500 Millionen Medien in Katalogen weltweit.


            6. Stoffdaten

            Einige der oben aufgeführten Datenbanken enthalten auch Stoffdaten, z.B. Reaxys oder Scifinder. Es gibt jedoch auch Datenbanken, die ganz gezielt spezielle Stoffdaten bereit halten. Dafür einige Beispiele:

            SPECINFO
            • spektroskopische Daten organischer Verbindungen
            • die kostenpflichtige Datenbank kann über das Internet oder über STN Karlsruhe aufgerufen werden
            • der Schwerpunkt der Datenbank liegt bei 13C-NMR-Spektren (fast 100000 Spektren), daneben sind auch IR-, Massenspektren und Heterokern-NMR-Spektren (15N-, 17O-, 19F-, 31P-NMR ) enthalten

            SDBS
            • spektroskopische Daten organischer Verbindungen
            • die Datenbank ist kostenfrei
            • Suche nach 1H-, 13C-NMR-, IR-, Raman- und Massenspektren ist möglich

            ICSD (Inorganic Crystal Structure Database)
            • enthält Kristallstrukturdaten von rein anorganischen Verbindungen, also alle Verbindungen ohne C-H-Bindungen!

            CSD (Cambridge Structural Database)
            • enthält Kristallstrukturdaten von organischen und metallorganischen Verbindungen, also alle Verbindungen mit C-H-Bindungen!
            • wird als inhouse-Datenbank vom Cambridge Crystallographic Data Centre vertrieben, also fragen Sie bei Ihrer Unversität oder Ihrem Arbeitgeber nach, ob eine Lizenz existiert

            PDB (Protein Data Bank)

            • Kristallstrukturen von Proteinen und biologischen Makromolekülen




            Bei Gelegenheit ergänzen:
            • Science of Synthesis (früher Houben-Weyl)
            • Landolt-Börnstein unter Springer Materials
            • STNEasy (Patente) 
            • ViFaBi
            • PubChem

            Sonntag, 22. Januar 2012

            Bibliometrische Indikatoren

            Journal Impact Factor

            Bewertet die Zitierhäufigkeit von Zeitschriften. Grob gesagt gilt, je höher der Journal Impact Factor einer Zeitschrift ist, desto öfter werden darin enthaltene Artikel zitiert. Genauere Erläuterungen findet man auf Wikipedia, bzw. einen ausführlicheren Artikel im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag.

            Essays Über den Impact Factor gibt es auf der Webseite von Thomson Reuters.

            Eine etwas ältere Liste mit Impact Factoren wissenschaftlicher Zeitschriften findet man auf der Webseite AbhayJere.com.

            Hirsch-Index (h-Index, Hirsch-Koeffizient)


            Dieses bibliometrische Maß  bewertet die Häufigkeit der Zitierung eines Autors. Nähere Erläuterungen bei Wikipedia und bei Web of Knowledge.