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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Social Networks for Science

Soziale Netzwerke für Wissenschaftler


Soziale Netzwerke gibt es nicht nur für Erika und Max Mustermann, sondern auch für Wissenschaftler.  Solche Netzwerke haben spezifische Funktionen für die Zielgruppe. Viel dreht sich dabei um die Darstellung, den Austausch und die Arbeit mit wissenschaftlichen Publikationen. Wer mehr über Nutzen, Vor- und Nachteile dieser Netzwerke erfahren will, liest den Artikel "Akademisch und vernetzt" in den Nachrichten aus der Chemie.

Übrigens finden Sie Zusatzmaterial zu diesem Artikel auf meinem Profil bei Researchgate.


Abbildung: Mattheus van Helmont - Ein Alchemist bei der Arbeit (Quelle: Wikimedia Commons).

Samstag, 6. Februar 2016

Jubiläum Bergakademie Freiberg

250 Jahre Bergakademie - Was am Ende bleibt

Die TU Begakamdemie Freiberg feierte im vorigen Jahr ihr Jubiläum. Es gibt eine offizielle Webseite zum Ereignis und ein Video bei Youtube mit 130 Aufrufen zwischen 05.01. und 05.02.2016. Das ist jetzt nicht sehr viel. Videos auf dem "Slinghot-Channel" erreichen häufig mehr als 100.000 , "lustige Katzen-Videos" mehr als eine Million Aufrufe. Aber ich sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.




Der MDR berichtete über das Ereignis in verschiedenen Beiträgen. In der "Zeit" erschien bereits im Mai 2015 ein sehr positiver Artikel über die Bergakademie unter dem Titel "Freiberger Bergakademie: Aufklärung unter Tage".

Erwähnt werden sollte unbedingt die Sondermarke zum Jubiläum. Diese wurde im November 2015 vom Bundesifnanzministerium veröffentlicht (siehe Screenshot). In weiser Voraussicht erschien diese gleich als 70 Cent-Marke, da 2016 ein neuer Tarif für das Briefporto gilt.


http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Briefmarken/2015/11/2015-11-23-PM32.html

Vielleicht ist es diese Briefmarke zum 250. Jubiläum, die für Außenstehende im Gedächtnis bleiben wird. Immerhin kann ich mich noch an die Sondermarken zum 200jährigen Jubiläum der Bergakademie erinnern. Dieser erschien 1965 in der DDR. Die Marken fand ich als Kind etwas gruselig, wegen des schwarzen Hintergrundes. Aber sie sind mir bis heute im Gedächtnis geblieben.

Quelle der Abbildung: www.briefmarken-versand-welt.de

Mittwoch, 3. Februar 2016

Social Network for Science 3.0

Soziale Netzwerke für Wissenschaftler 3.0

Bei den sozialen Netzwerken für Wissenschaftler kristallisieren sich die tatsächlich wichtigen Funktionen heraus. Im Mittelpunkt stehen hauptsächlich der Austausch und Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. Wenn man so will sind Publikationen der "Lebenssaft der Wissenschaft".
Academie.edu ist eine Plattform für Wissenschaftler zum Austausch von wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Auf Academia.edu kann man eigene Artikel hochladen, den Impact der eigenen Arbeiten mit Analysewerkzeugen untersuchen und die neuesten Ergebnisse andere Wissenschaftler verfolgen. Bis jetzt nehmen mehr als 30 Millionen Nutzer teil. Sie haben bisher 8,7 Millionen Artikel hochgeladen. Die Webseite hat jeden Monat über 36 Millionen verschiedene Besucher. (Quelle: Academia.edu) Eine aktuelle Studie zeigte, dass auf Academia.edu hochgeladene Artikel 69% mehr Zitate innerhalb von 5 Jahren erhalten als vergleichbare Artikel.


https://www.academia.edu/

DeepDyve ist kein soziales Netzwerk, sondern eine kommerzielle Webseite. Diese stellt den Zugang zur Fachliteratur von zahlreichen akademischen Verlage bereit. DeepDyve gewährt einen zeitlich beschränkten Zugang zu Artikeln. Diese können mit dem Webbrowser angeschaut, jedoch nicht heruntergeladen werden. Das Mietmodell von DeepDyve unterscheidet sich damit vom traditionellen "Kaufen-und-Herunterladen" der kommerziellen Verlage. Das Geschäftsmodelle von DeepDyve zielt vermutlich hauptsächlich auf Laien ab, die keinen Zugang zu akademischen  Bibliotheken haben. Damit erhält auch dieser Personenkreis Zugang zu sonst kostspieligen wissenschaftlichen Artikeln. Mietzeiten für Artikel reichen von 30 Tagen bis zu einem Jahr, je nach gewähltem Tarif. (Quelle: Wikipedia) Nach eigenen Angaben verfügt DeepDyve über mehr als 12 Millionen Artikel aus mehr als 10.000 Peer-Review-Zeitschriften.
https://www.deepdyve.com/




Hier noch ein paar Links zum Thema:

Montag, 5. Oktober 2015

Social Network for Science

Neue Werkzeuge im sozialen Netzwerk für Wissenschaftler


Axial ist ein neuer Blog von der Publikationsabteilung der American Chemical Society. Dort werden die neuesten Ergebnisse aus Wissenschaft und Publikationswesen vorgestellt. Themen sind zum Beispiel die 15 heißesten Forschungsthemen der Chemie, eine Sonderausgabe über Donor-Akzeptor-Polymere oder Informationen über neue Zeitschriften. Entsprechend der Natur des Herausgebers bewegen sich die Beiträge größtenteils im Universum der ACS Publikationen und stellen eine Form des Selbstmarketings dar.  Ein interessanter Beitrag, der aus dem ACS Universum herausführt sind "Zehn fiktive Charaktere die dich inspirieren". Neben Severus Snape aus Harry Pottter und Bunsen und Beaker von den Muppets ist dort auch Walter White aus Breaking Bad aufgeführt.

http://axial.acs.org/


Kudos ist ein webseitenbasierter Service der Wissenschaftlern helfen soll, die Sichtbarkeit und den Impact ihrer publizierten Artikel zu maximieren. Also ein Werkzeug des Selbstmarketings für Wissenschaftler. Nach einer kostenlosen Registrierung kann man die eigenen Publikationen auf dieser Plattform vorstellen, erklären und mit zusätzlichen Informationsmaterial anreichern. Als Ergebnis dieser Bemühungen kann der Autor die Clicks, Seitenaufrufe, Downloads und Zitate verfolgen und mit verschiedenen bibliometrischen Indikatoren bewerten. Die International Union of Crystallography und verschiedene wissenschaftliche Verlage kooperieren mit Kudos.

https://www.growkudos.com/


Weniger Selbstmarketing als ein echtes Werkzeug stellt figshare dar. Dies ist ein Repositorium für wissenschaftliche Daten aller Art. Die Daten sind dadurch zitierbar, können geteilt und über das Internet gesucht werden. Es ist möglich Daten in beliebigen Formaten hochzuladen (Abbildungen, Messdaten, wissenschaftliche Artikel, Poster, Präsentationen etc.). Das ist auf jeden Fall eine vielversprechende Möglichkeit die eigenen Daten bei Bedarf online zur Verfügung zu stellen.

http://figshare.com/


Montag, 25. Mai 2015

Peer Review as Contribution to Science

Peer Review - Eine Form der wissenschaftlichen Arbeit


Sobald ein Wissenschaftler selbst einige Arbeiten publiziert hat, treten die Redaktionen wissenschaftlicher Zeitschriften an die Autoren heran und bitten darum, für eingereichte Manuskripte anderer Autoren Gutachten zu erstellen. Damit gehört Gutachten für Manuskripte Anderer zu schreiben zur wissenschaftlichen Arbeit dazu. Leider ist diese Arbeit nahezu unsichtbar und wird von Aussenstehenden kaum wahrgenommen. Das liegt sicher auch am Prozess des Peer-Rewiev-Verfahrens, der Vertraulichkeit erfordert. Fast immer bleiben die Gutachter anonym.
Nunmehr gibt es eine Webseite, die diese Arbeit sichtbar machen möchte. Auf der Webseite publons.com kann man sich als Nutzer anmelden und seine Tätigkeit als Gutachter dokumentieren. Positiver Effekt für die Nutzer soll sein, dass die Tätigkeit als Gutachter wahrgenommen wird und im besten Fall bei Bewerbungen, Berufungen und Anträgen auf Forschungsförderung berücksichtigt werden könnte. Die Betreiber der Webseite wollen mit Herausgebern von Zeitschriften kooperieren. Damit soll es möglich werden, die Gutachtertätigkeit zu verifizieren. Über die Platform wurde auch in Nature unter der Überschrift: "The scientists who get credit for peer review" berichtet.
Ich halte das Ganze für eine gute Idee. Allerdings widerspricht diese Form der Dokumentation dem anonymisierten Charakter des Peer-Review-Prozesses. Daher weiss ich nicht, ob sich dieses soziale Netzwerk für Wissenschaftler durchsetzen wird.

Abbildung: Startseite von publons.com

Freitag, 16. Januar 2015

Communication Networks in Science - Reloaded

Soziale Netzwerke für Wissenschaftler - Reloaded

Über soziale Netzwerke für wissenschaftliche Themen hatte ich bereits 2013 berichtet. Daher soll an dieser Stelle eine Aktualisierung folgen.
Im vorigen Jahr ging Thesius online. Diese Webseite soll deutschsprachigen Doktoranden eine Plattform zum Austausch bieten. Angehende Wissenschaftler ab Bachelor-Level haben die Möglichkeit sich mit anderen zu vernetzen. Das bietet z.B. die Möglichkeit Absolventen mit ähnlichen Themen kennenzulernen. Weiterhin versprechen die Betreiber, dass man über ihre Webseite Kontakte zur Wirtschaft und Industrie knüpfen kann um so möglicherweise Unterstützung für die Abschlussarbeit oder den Karriereeinstieg zu finden. Bei den Gründern handelt es sich um eine Gruppe Mainzer Doktoranden. Sie haben das Ziel die beste akademische Suchfunktion im deutschsprachigen Raum anzubieten.

Abb.: Startseite von Thesius


Eine andere Herangehensweise verfolgt Mendeley. Dabei handelt es sich primär um ein Literaturverwaltungsprogramm für wissenschaftliche Artikel. Die Software verfügt über ein Web-Interface. Weiterhin kann der Nutzer ein persönliches Profil anlegen und sich im sozialen Netzwerk von Mendeley mit anderen austauschen. 


Abb.: Startseite vonMendeley

Samstag, 21. Dezember 2013

Communication Networks in Science


Wissenschaftskommunikation 2.0

Es gibt zahlreiche neue Formen der Kommunikation von Wissenschaft im Internet. Beispielhaft möchte ich einige neuartige Internet-Communities vorstellen.


http://www.colwiz.com/

Colwiz

Diese Abkürzung steht für "Collective Wizdom". Auf dieser Webseite wird kostenlose Software bereitgestellt. Diese soll das Innovationstempo beschleunigen und die Forschungsproduktivität insgesamt erhöhen (So der Werbetext der Anbieter.). Colwiz Web bietet Software für den Desktop PC, das i-Phone, i-Pad und Android-Modelle an. Mit Hilfe dieser Software kann man Publikationen auf Google Scholar, PubMed und ca. 30 anderen Suchmaschinen suchen. Weiterhin kann man Notizen verfassen, Artikel schreiben und Zitate verwalten, mit Kollegen an gemeinsamen Projekten arbeiten und Dateien speichern, Backup-Kopien hinterlegen und mit anderen Daten teilen.  Mit den erklärenden Videos auf der Webseite erhält man einen ersten Eindruck von den angebotenen Möglichkeiten. 


http://www.neothesus.de/
Neothesus bemüht sich darum, eine innovative Wissenschafts-Community im Internet aufzubauen. Auf dieser Webweite präsentieren namhafte Professoren offene wissenschaftliche Fragestellungen per Video. Zudem können die Community-Mitglieder dort eigene wissenschaftliche Fragestellungen in Textform veröffentlichen. Eine Übersicht über die aktuellen Fragestellungen auf dieser Plattform findet man hier. Zum Fachgebiet Chemie finden sich bisher keine Einträge. Aber das kann sich ja bald ändern.



http://www.researchgate.net/
ResearchGate ist ein soziales Netzwerk für Wissenschaftler aller Bereiche. Auf die Webseite von ResearchGate können angemeldete Nutzer Fachartikel hochladen und mit anderen teilen, sich zu Forschungsfragen austauschen und Partner für gemeinsame Projekte finden. Weiterhin kann man dort Messdaten und Daten von misslungenen Experimenten veröffentlichen, um eine Wiederholung von Fehlern in der Forschung zu vermeiden. ResearchGate bietet eine eigene Metrik zur Messung wissenschaftlicher Reputation an. Dieser ResarchGate Score soll Wissenschaftlern ermöglichen, sich auch unabhängig von der Publikation in wissenschaftlichen Fachpublikationen eine Reputation zu erarbeiten.
Viele Wissenschaftsorganisationen und -institutionen, wie die International Academy of Life Sciences (IALS), die European Science Foundation und die Gesellschaft für Virologie (GfV) nutzen ResearchGate als Plattform für die Kommunikation zwischen Mitgliedern und Teilnehmern. Zahlreiche Professoren von internationalen Universitäten sollen Qualität und Unabhängigkeit in einem Advisory Board garantieren. Bekanntester deutscher Kunde ist die Max-Planck-Gesellschaft, die mit Hilfe von ResearchGate ihr Wissen im Internet verknüpfen will. [Quelle: Wikipedia]





Biowebspin ist nach eigener Aussage das führende und am häufigsten besuchte professionelle Netzwerk für Leute die in den Lebenswissenschaften arbeiten. Das Portal ermöglicht den Zugang zu PubAdvanced. Diese Benutzeroberfläche bietet das Gleiche wie Pubmed, aber mit zusätzlichen nützlichen Features. Unter PubAdvanced kann man Veröffentlichungen entsprechend ihren CitImpacts sortieren. Citimpacts bestehen aus der Anzahl an Zitierungen und deren Impact-Faktoren. Außerdem kann man gleichzeitig nach Patenten suchen, die Popularität der eigenen Publikationen im Internet untersuchen und Vieles mehr.















Life Science Network
Dieses Netzwerk tauchte erst vor kurzem auf, deshalb gibt es dazu noch nicht viele Informationen.In diesem Portal kann man nach Forschungseinrichtungen in den Life Sciences suchen, sich untereinander vernetzen, Post-Publication Review betreiben und Jobanzeigen aufgeben oder nach Jobs suchen.