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Samstag, 26. Juni 2021

New on the Bookshelf - Part 11

"Unendliche Weiten: Kreuz und quer durchs Chemie-Universum" Wiley-VCH 2017, herausgegeben von Thisbe K. Lindhorst, Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger und der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Die GDCh hat sich dieses Buch aus Anlass von 150 Jahren chemische Gesellschaften in Deutschland selbst geschenkt. Es hat etwas mehr als 200 Seiten im Großformat und bietet einen umfassenden Überblick über viele Aspekte der Chemie und deren Anwendungen. Der Band ist sehr schön illustriert. Die Vielfalt der Themen überrascht und überfordert zunächst beim flüchtigen Durchblättern: Biotechnologie, Bioraffinerie, Genetik, Nuklearchemie, Informationstechnologie, Polymere, Lebensmittelchemie – all das und noch mehr wird in separaten Kapiteln behandelt. Für den sorgfältigen Leser empfiehlt es sich, zunächst ein Kapitel auszuwählen und dieses zu lesen. Mit Gewinn so hoffe ich.


Samstag, 18. März 2017

New Science Books

Erlebnis Wissenschaft


"Heute Science Fiction, morgen Realität?: An den Grenzen des Wissens und darüber hinaus" von Gerd Ganteför erschien 2016 in der Reihe "Erlebnis Wissenschaft". Der Autor diskutiert unter anderem die gegenwärtig genutzen Energiequellen auf der Basis der Energiedichte. Dabei zeigt er die Grenzen bei der Nutzung der Sonnenenergie auf und weist auf die Vorteile der Atomkraft hin. Im weiteren beschreibt er unter anderem mögliche künftige Energiequellen. Die Grenzen des gegenwärtigen Wissens werden an Naturgesetzen, dem Universum und den Elementarteilchen aufgezeigt. Das Kapitel mit einer Vision der Zukunft bietet einen lesenswerten Ausblick.



In der gleichen Reihe erschien "Wissenschaftlich erwiesen: Gütesiegel oder Etikettenschwindel?" von Florian Fisch. Der Autor bietet einen journalistischen Ansatz. Das ist nicht abwertend gemeint. Der Autor kann sehr gut Sachverhalte erklären und der Text liesst sich flüssig. Die Entwicklung umstrittener Themen wird so wiedergegeben, dass der Leser den Verlauf der Diskussionen und die Entwicklung bis zum gegenwärtigen Wissensstand versteht.
Zu den eher historischen Themen gehören Lyssenkoismus oder Evolutionstheorie versus Kreationismus. Aktuell sind Themen wie z.B. "Rotwein ist gesund", "HIV ist nicht tödlich" oder die Klimapolitik. Beim letzten Thema verwendet der Autor den Begriff "Klimaleugner" und beruft sich auf den "Konsens" unter Wissenschaftlern.


Mittwoch, 25. November 2015

Books for Christmas

Bücher als Weihnachtsgeschenke


Unbedingt empfehlenswert sind die Bücher von Theodore Gray. Vor einem Jahr stellte ich an dieser Stelle bereits sein Buch "Die Elemente: Bausteine unserer Welt" vor. Heute nun eine neue Empfehlung: "Moleküle - Die Elemente und die Architektur aller Dinge".  Auch in diesem Werk verschmelzen exzellente Aufmachung und großartige Fotos zu einem Genuss für den Leser.




Jonah Lehrers Buch  "Imagine! - Wie das kreative Gehirn funktioniert" führt weit hinein in Geheimnisse der menschlichen Kreativität. Im ersten Teil geht es etwas ausführlicher um Gehirnforschung. Das ist angesichts der Ausbildung des Autors als Neurowissenschaftler verständlich. In weiteren Kapiteln wird das Thema Kreativität von verschiedensten Seiten sehr anschaulich beleuchtet und vor allem mit sehr schönen und lehrreichen Beispielen erklärt. Der Autor zeigt, welche Bedeutung das soziale Umfeld, die Arbeitsumgebung und auch der urbane Lebensraum für die Kreativität haben. Die angeführten Beispiele reichen von Shakespeare über Bob Dylan bis zu David Byrne. Das Innovationspotential großer und kleiner Firmen wird verglichen. 
Wer einmal für ein paar Stunden sein Fachgebiet verlassen und seinen Horizont erweitern möchte, ist mit diesem Buch gut beraten.


Donnerstag, 2. Juli 2015

Science in Fiction

Darstellung von Wissenschaft in der Literatur

Der Begriff "Science in Fiction" wurde von Carl Djerassi geprägt. Auf seiner Webseite schreibt Djerassi: "Science-in-fiction schlägt die Brücke zwischen breiter Öffentlichkeit und Wissenschaftswelt... Science-in-Fiction [ist] ein wirksamer Weg, ernste Themen wie das des wissenschaftlichen Verhaltens in das Bewußtsein wissenschaftlicher Laien zu schmuggeln."(Quelle: www.djerassi.com) Er hat mehrere Bücher in diesem selbst definiertem Genre veröffentlicht.
Es gibt auch eine Webseite, die Literatur aus der Welt der Wissenschaft sammelt: www.lablit.com. LabLit.com widmet sich der "Laborkultur". In weiterem Sinne sollte man den Begriff "laboratory culture" vielleicht lieber mit "Wissenschaftskultur" übersetzen. Die Wahrnehmung und Darstellung dieser Kultur - bestehend aus Wissenschaft, Wissenschaftlern und Laboratorien - in der Literatur, den Medien und der Populärkultur wird auf dieser Webseite aufgezeigt. Lablit-fiction ist nicht Science Fiction. Das bedeutet, realistisch dargestellte Wissenschaftler sind die zentralen Figuren dieser Literatur und es wird eine realistische Darstellung der wissenschaftlichen Praxis in einer realen Welt angestrebt.
In diesem Zusammenhang ist sicher auch ein Verweis auf die "Phantastische Bibliothek Wetzlar" angebracht. Diese sammelt Science-Fiction-Literatur und die Betreiber versuchen mit diesem Wissensschatz Ideen für Innovationen in der Industrie zu liefern. Ob und wie erfolgreich dieses Konzept funktioniert lesen Sie in einem Interview in den Nachrichten aus der Chemie unter der Überschrift: "Wir sitzen wie ein Drache auf einem Goldschatz" (Nachr. Chem. 63, 2015, 627-629).

Ein extremes Stück "Science in Fiction" oder "Labliteratur" liefert "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist. Darin erzählt der Autor vom tragischen Schicksal zweier berühmter Frauen: Marie Curie, der Entdeckerin des Radiums und von Blanche Wittman, Lieblingspatientin des berühmten Nervenarztes Professor Charcot an der Pariser Salpêtrière. Blanche Wittmans soll angeblich in ihrem „zweiten Leben“ Laborhelferin von Marie Curie gewesen sein. Durch die Arbeit mit Pechblende war sie so sehr strahlengeschädigt, dass ihr beide Beine und ein Arm amputiert werden mussten. Enquist hat  die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Marie Curie und Blanche Wittman vermutlich frei erfunden. (Quelle: Wikipedia, siehe auch die Buchbesprechung im Guardian)


Montag, 13. Oktober 2014

Where to publish negative or null-results?

Journal of Unsolved Questions


Die "Zeitschrift für ungelöste Fragen" gibt es nunmehr seit 2011. Ziel der Herausgeber ist es unter anderem, dass auch wissenschaftliche Arbeiten die negative Ergebnisse oder Untersuchungen ohne Ergebnis ("null-results") geliefert haben, veröffentlicht werden. Die Publikationspolitik der meisten wissenschaftlichen Zeitschriften ist so ausgerichtet, dass nahezu ausschließlich positive Ergebnisse und neuartige Entdeckungen  publiziert werden. Das führt zu einer verzerrten Darstellung der Wissensgebiete und leider auch in einigen Fällen zu Betrugsversuchen (siehe Label "Bad Science" in diesem Blog).
Im Journal of Unsolved Questions (JUNQ) sollen vor allem Untersuchungen veröffentlicht werden, in denen eine Arbeitshypothese weder bestätigt noch widerlegt werden konnte, bei denen eine Standardmeinung in der Wissenschaft nicht experimentell reproduziert werden konnte oder wo ein angestrebtes Ergebnis nicht erreicht wurde.
Bei vielen Forschungsprojekten entstehen uneindeutige Ergebnisse und nach Meinung der Herausgeber sollte sich das auch in den Publikationen wiederspiegeln. Die Zeitschrift verfügt über ein Peer-Review-Verfahren.
Weiterhin soll diese Zeitschrift das interdisziplinäre Denken anregen.
Erwünscht ist außerdem ein Blick aus einer Metaprespektive auf die Wissenschaft als solche. Dabei werden Fragen behandelt wie: Ist die gegenwärtige wissenschaftliche Praxis optimal für den Zuwachs an Wissen? Wie können wir Vorurteile überwinden, die eine objektive Beurteilung wissenschaftlicher Ergebnisse behindern? Was sind die philosophischen Grundlagen der Wissenschaft?
Diese Zielstellungen haben die Herausgeber der Zeitschrift in ihrem "Mission Statement" formuliert.


Abbildung: Beispiel für eine Ausgabe von JUNQ.

Das erscheint mir auf jeden Fall ein ernsthafter und ernst zu nehmender Ansatz zu sein. Die Zeitschrift JUNQ ist frei über das Internet verfügbar. Riskieren Sie doch einmal einen Blick in die aktuelle Ausgabe.
Damit hat diese Zeitschrift einen deutlich anderen Anspruch als die"Annals of Improbable Research". Diese ist eher als Satire auf wissenschaftliche Zeitschriften angelegt und verleiht den jährlichen Ig-Nobelpreis



  • Pressemitteilung der Universität Mainz: Dritte Ausgabe des Journal of Unsolved Questions (JUnQ) der Graduiertenschule MAINZ erschienen, Forum für ungelöste Fragen der Wissenschaft erhält im ersten Jahr seines Bestehens viel Aufmerksamkeit und Anerkennung. 
Nachtrag im Juni 2015:
  • Bericht über das Journal of Unsolved Questions in den "Nachrichten aus der Chemie" unter der Überschrift: "Vom Gewinn des Scheiterns"  (Volume 63, 2015, 427-428).

Montag, 12. Mai 2014

Science Videos

Videos über Wissenschaft


Es ist nicht so einfach ein gutes Video über ein wissenschaftlichers Thema zu drehen. Meiner Meinung nach ist es nicht sinnvoll, einfach eine Vorlesung abzufilmen und in das Netz zu stellen wie in diesem Beispiel.


Von dem gleichen Hauptdarsteller gibt es noch verschiedene Vorlesungen in Englisch. Die unvollkommen beherrschte Fremdsprache trägt nicht gerade zur Attraktivität der Videos bei, deshalb an dieser Stelle lieber kein Link. Wozu sollte man eigentlich Vorlesungen überhaupt in das Internet stellen? Damit die Studenten sich nach durchzechter Nacht nicht zu Vorlesung quälen müssen? Damit sie auf keinen Fall ein Lehrbuch benutzen müssen? Wir sollten es unseren Studenten nicht ZU einfach machen. Klar dann können sie die Vorlesungsvideos nebenbei laufen lassen, während sie WoW oder den neuesten Teil der GTA-Reihe durchspielen. Vielleicht bleibt ja was hängen...
Ein weiteres Beispiel für einen - na ja - nicht so gelungene Film ist der nachfolgende Streifen "Silane Explosions". Hier kommen alle Zutaten für einen schlechten Wissenschaftsfilm zusammen: Ein nicht näher erklärtes Experiment, schlechte Auflösung, verwackelte Kamera, schlechter Ton.



Den Tiefpunkt erreichen wir mit einem Clip unter dem Titel "Liquid Nitrogen Bomb". Explosionen mit flüssigem Stickstoff scheinen sehr beliebte Experimente zu sein, jedenfalls gibt es dazu viele Beispiele auf YouTube. In dem hier vorgestellten Video verzichten die Akteure auf Erklärungen sowie Schutzmaßnahmen. Der Spass steht im Vordergrund und wird sicher erfolgreich zu entsprechenden Verletzungen führen. NICHT NACHMACHEN!!!




Was braucht man für ein erfolgreiches Wissenschaftsvideo im Internet? Ich denke an erster Stelle steht eine gute Idee. Aus dieser kann ein Konzept oder sogar ein Drehbuch entwickelt werden. Dieses sollte eine gute Story enthalten und interessante Motive liefern. Weiterhin wird ein geeigneter Drehort gebraucht. Im schlecht beleuchteten Hörsaal oder im verdreckten Labor zu drehen ist sicher einfach, aber für die Zuschauer eher abschreckend. Außerdem braucht man einen guten Hauptdarsteller, der gut verständlich spricht und auch ein wenig Spass an der Show hat. Im nachfolgenden Videoclip wird einfach nur eine Experimentalvorlesung gezeigt. Der Hauptdarsteller ist ein älterer Professor. Dieser trägt die Veranstaltung, spricht gut verständlich und erklärt sehr gut. Aber achten Sie mal auf den Assistenten im Hintergrund, der die gefährlichen Experimente ausführt. Der hat richtig Spaß an seinem Job! Dieser Clip ist mit zwei Kameras aus verschiedenen Perspektiven professionell gefilmt. Die Beleuchtung stimmt, die Experimente klappen hervorragend, die Story ist klar zu erkennen: Es werden jeweils Unfälle aus Zeitungsmeldungen gezeigt, dann das entsprechende Experiment durchgeführt und die Hintergründe erklärt. Hier passt alles zusammen. Ein sehr schönes Video.




Im Internet gibt es an zahlreichen Stellen erste Hilfestellung für angehende Filmproduzenten. Hier einige mögliche erste Anlaufpunkte:
  • Video vorbereiten und drehen auf lernscouts.de
    • Wie man einen Film vorbereitet (Planung und Vorbereitung, Recherche, Konzept, Drehbuch, Drehplan)
    • Wie man mit Bildern erzählt (Einstellungsgrößen und Orientierung, Bildaufbau, Der goldene Schnitt, Kameraführung und Kamerabewegung, Kamerafahrt, Für den Schnitt drehen)
    • Was man vor der Aufnahme beachten sollte (Weißabgleich, Licht und Beleuchtung, Umgang mit dem Autofokus, Ton)



    Zum Abschluß noch einige Beispiele für gelungene Wissenschaftsvideos

    Bill Hammack von der University of Illinois - Urbana hat eine ganze Reihe von Videos online gestellt. Es geht hauptsächlich um ingenieurwissenschaftliche Themen. In vielen seiner Videos kommt am Schluß ein überaschender Anruf auf seinem roten Telefon. Dadurch erhalten diese Videos eine humorvolle Wendung. Das ist schwer zu beschreiben, sehen Sie am besten selbst:



    Andrea Sella vom University College London dreht Videos für die  Royal Institution of Great Britain und die Wellcome Collection. In jedem Video erklärt er mit einfachen Worten und sorgfältig ausgewählten Experimenten Sachverhalte aus der Chemie. Eines dieser Videos bietet bei weitem nicht so viel Stoff wie eine ganze  Vorlesung, dafür versteht man die Zusammenhänge. Außerdem bleiben die Beispiele und Experimente im Gedächtnis haften, eben weil es nicht zu viel auf einmal ist.







    Sonntag, 2. März 2014

    Visualisation of Science

    Visualisierung von Forschungsdaten

    Die Klassiker auf diesem Gebiet sind sicher die Bücher von Edward R. Tufte: "Visual Explanations", "Envisioning Information" und "The Visual Display of Quantitative Information". Die Bücher sind aufwändig gestaltet, beschreiben die verschiedensten Möglichkeiten der Darstellung quantitativer Informationen, bieten Beispiele aus verschiedenen Epochen und Kontinenten. In Visual Explanations faszinierte mich besonders die Darstellung des Flugplanes der Salut 6-Mission. Die Kosmonauten versuchten mit Hilfe dieses Planes eine sinnvolle Struktur in Ihren Tagesablauf zu bekommen und die 96 Tage des Langzeitfluges im Weltall so gut wie möglich voraus zu planen.

    Das Buch "Atlas of Science: Visualizing What We Know" von Katy Börner ist stärker auf Landkarten und kartographische Darstellungen aller Art fokussiert.


    Demnächst erscheint eine Taschenbuch-Version, die als praktisches Handbuch angekündigt ist. Wir sind darauf gespannt. Titel: "Visual Insights: A Practical Guide to Making Sense of Data".


    In eine ähnliche Richtung geht "Visual Strategies: A Practical Guide to Graphics for Scientists and Engineers" von Frankel und dePace. In kurzen Kapiteln werden grundlegende Darstellungsprobleme behandelt. Form und Struktur, Prozess und Zeit, Vergleich und Gegensatz heissen diese Abschnitte. Danach werden Möglichkeiten interaktive Graphiken für Computeranwendungen zu gestalten und einige Fallstudien vorgestellt.


     

    Interessant wäre auch die Visualisierung vonWissenschaft anhand von Tafelbildern zu verfolgen. Hier habe ich aber bisher kaum anregende Beispiele im Internet gefunden. Einziges halbwegs brauchbar sind Abbildungen aus der Ausstellung "Bye bye blackboard ..." die im Museum of the History of Science in Oxford stattfand. Einige Beispiele von Tafelbildern aus dieser Ausstellung findet man hier.


    Weitere Websplitter zum Thema:


    Mittwoch, 20. Februar 2013

    Advanced dinosaurs rule other planets

    Der Angriff der außerirdischen Dinosaurier


    Gefährliche intelligente extraterrestrische Dinosaurier tauchen in einer spekulativen Randbemerkung am Ende eines Beitrags von Ronald Breslow im Journal of the American Chemical Society auf. In dem wissenschaftlichen Artikel geht es eigentlich um den Ursprung der einheitlichen Chiralität der Aminosäuren und Zucker auf der Erde. Das ist ein wichtiges Thema, da es den Ursprung des Lebens auf unserem Planeten berührt. Der Absatz von dem hier die Rede ist, lautet frei übersetzt folgendermaßen: "Eine Schlussfolgerung von der hier vorgestellten Arbeit ist, dass irgendwo im Universum Lebensformen auf der Grundlage von D-Aminosäuren und L-Zuckern existieren können. Falls die Säugetiere auf diesen Planeten nicht das Glück hatten, dass die Dinosaurier durch einen Asteroideneinschlag ausgelöscht wurden, könnte es sich bei diesen Lebensformen um hoch entwickelte Dinosaurier handeln. Es ist vielleicht besser für uns, wenn wir das nicht herausfinden."
    Die Leute von der Pressestelle der American Chemical Society fanden den Absatz über die Dinosaurier wichtig und machten daraus eine sensationsgeladene Pressemeldung. Diese (inzwischen zurückgezogene) Pressemeldung verschaffte dem eher unscheinbaren Artikel in einem wissenschaftlichen Journal erhebliche Aufmerksamkeit. So wurde der Aspekt der möglicherweise gefährlichen extraterrestrischen Dinosaurier z.B. ausführlich auf der Webseite Huffington Post besprochen ("Advanced Dinosaurs Rule Alien Worlds? Maybe So, Chemist Conjectures" von David Freeman am 12.04.2012). Durch die Pressemeldung und die damit verbundene große mediale Resonanz fiel auf, dass nahezu der gleiche Artikel bereits früher veröffentlicht worden war.  Und zwar nicht nur einmal, sondern bereits mehrfach zuvor! Hier nun endlich die Links auf die betreffenden Artikel, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann:
      Die mehrfache Veröffentlichung nahezu gleicher Inhalte betrachtet man im allgemeinen als Selbstplagiat. Es wurde heftig darüber gestritten, ob hier ein solcher Fall vorliegt, siehe z.B. pipeline.corante.com.  Breslow selbst hat sich gegen diese Vorwürfe gewehrt (siehe Nature News Blog: "Eminent chemist denies self-plagiarism in ‘space dinosaurs’ paper"). Wie auch immer man das sehen mag, die Version im Journal of the American Chemical Society wurde jedenfalls zurückgezogen und ist nicht länger abrufbar. Damit sind wir in der Kategorie "Bad Science" angekommen, doch dazu folgt demnächst mehr.  




      Quelle der Abbildung: Wikimedia Commons




      Weitere Links:

      Samstag, 1. Oktober 2011

      Zitate zur Chemie

      Das Zitate-Portal bietet für den Suchbegriff "Chemie" eine ganz brauchbare und unterhaltsame Auswahl an Zitaten. Bei Gutzitiert.de sieht es mit diesem Begriff eher mager aus. Es wird ein einziges Zitat von Carl Krauch angezeigt, das ist aber dafür knackig!

      Freitag, 23. September 2011



      Chemie-RUBIN 

      Hierbei handelt es sich um ein Sonderheft des Wissenschaftsmagazins der Ruhr-Universität Bochum zur Chemie. Die Artikel sind teilweise sehr interessant und lesenswert. Die Abbildung rechts zeigt beispielhaft einen Screenshot einer Seite aus dem Heft. Das gesamte Heft ist als Volltext unter diesem Link verfügbar!